Von Bürsten, Motoren und Wackelaugen

Es dürfte jetzt schon gut zehn Jahre her sein, seit dem ich das letzte Mal im Universum war, und jetzt innerhalb von zwei Wochen gleich zwei Mal. Na gut, das erste Mal war für die Scavenger Hunt nur sehr kurz. Die Scavanger Hunt war übrigens eine Art Schnitzeljagt, die 14 Tage lang in Bremen stattfand. Man bekommt 150 Aufgaben und muss so viele wie möglich davon per Foto, Video, Text oder GPS erledigen. Für diese Scavenger Hunt waren wir im – besser am – Universum, denn wir mussten ein Foto von uns im Eingang auf dem überdimensionalen Stuhl machen und ein Video vom 27 Meter hohen Aussichtsturm drehen (und das mit Höhenangst!). Das haben wir damals schnell abgehandelt und uns leider keine Zeit genommen die Ausstellung anzuschauen, weil wir noch viele andere Aufgaben auf dem Plan hatten.

Das zweite Mal war dann letzten Sonntag zum Bürstenfuzzi-Bau. Ja, ihr habt richtig gelesen – Bürstenfuzzi – ich musste auch erst zweimal hinschauen. Das klang spannend und kreativ, für so etwas bin ich ja immer zu haben. Ohne lange zu überlegen hab ich zugesagt. Wir wurden von Bastian, Eva und Luca -unserem Instruktor- herzlich begrüßt.

Die Theorie

Bürstenfuzzitheorie – Die Sache mit dem Strom und der Technik

Ohne lange zu fackeln ging es auch schon los. Wir durften uns aus verschiedenen Bürsten eine aussuchen… schwere Entscheidung, nimmt man eine kleine Zahnbüste, eine Nagelbürste oder???  Manchmal bin ich ja nicht so gut bei den schweren Entscheidungen im Leben ;), ich habe  dann mal den Mittelweg genommen und mich für eine runde Bürste entschieden, dazu den passenden Motor und eine Batterie, denn die Bürste soll am Ende über den Tisch hüpfen, wie das funktionieren sollte war mir bis dahin noch ein Rätsel. Wir haben Kabel abgeschnitten und gelötet, versucht Gummibänder um Batterien zu wickeln …

Bürstenfuzzi

… und das Ganze dann auf unserer Bürste zu befestigen. Das ist bei so einer kleinen Bürste gar nicht mal so einfach.

Bürstenfuzzi

Bürstenfuzzi in progress

Das Grundsätzliche war geschafft. Jetzt kommen wir zum kreativen Teil. Was soll man bei der großen Auswahl an Verschönerungsmaterialien nur wählen und wie soll der Bürstenfuzzi überhaupt aussehen? Kunterbunt und wild, oder doch lieber mit Farbkonzept… die Schneiderin konnte nicht aus ihrer Haut und hat sich für mehr oder weniger Ästhetik entschieden und hier noch dies ankleben und dort noch das ankleben und was mache ich mit den Glitzersteinchen und wo kommt der kleine Korken hin und Federn, ich brauche Federn! Die Auswahl war unerschöpflich und wir hätten noch unendlich weiter bauen können. Irgendwann muss man dann einfach mal einen Schlussstrich ziehen und sagen: So, jetzt ist sie fertig meine „Red-Bärbel“.

Bürstenfuzzigesicht

♥♥♥ Dieser Blick – diese Federn ♥♥♥

Die Spannung steigt

Dann kam der spannende Moment! Hab ich alles richtig gemacht? Wird sie sich überhaupt bewegen? Die anderen Teilnehmer legten gut vor und ich glaube meiner Bürstenfuzzine hätte ich ihren Namen nicht schon vorher verraten dürfen, denn sie bewegte sich doch etwas divenhaft über den Tisch 😀 …es sei ihr gegönnt! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Also wenn ihr mal eine Firmenveranstaltung plant, oder  mit Jugendlichen etwas veranstalten wollt, oder auch für Kindergeburtstage (ich würde sagen ab 6 Jahre) fragt da doch mal hier an. Es gibt aber auch noch viele andere Möglichkeiten dort eine kreative Zeit zu verbringen.

unterschiedlich Bürstenfuzzis

So unterschiedlich können sie aussehen

Zum Abschluss bin ich dann mit Frau Bimmelbommelei noch durch die Ausstellung gewandert und es macht mir immer noch Spaß alles auszuprobieren und jede Station zu testen. Denn es ist immer wieder erstaunlich, was es dort alles gibt.

Ausstellung Mensch

In der Ausstellung Mensch

Ach so, und  für alle Buten-Bremer,

die noch gar nicht wissen, was das Universum in Bremen überhaupt ist: Dazu guckt man in Bremen nicht nach oben, sondern fährt in Richtung Universität und wenn ihr dann ein Gebäude seht, das so aussieht wie ein riesiger Wal aus Stahl, dann seit ihr richtig. Dort gibt es über 250 Exponate zu den Themen Technik, Mensch und Natur, einen großen Außenbereich und ein zweites Gebäude mit Sonderausstellungen. Alles geeignet für Groß und Klein.

Zur Zeit Kann man dort übrigens auch noch die Ausstellung „Lieblingsräume“ anschauen. Wahre Geschichten aus unserer bunten Gesellschaft, die in Kooperation mit dem Martinsclub Bremen e.V. entstanden sind.

Und wenn ihr wissen wollt wie es Detlef, dem Bürstenfuzzi von Bimmelbommelei ergangen ist, dann schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei. Und bei Büsch’n Kind findet ihr bestimmt auch bald was.

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