Norddeutscher Butterkuchen mit Übernachtgare

Butterkuchen

Wir haben heute, nach langer Zeit, unseren Holzbackofen angefeuert. Es gab leckere Pizza und zwei Sorten Brot: Schwarzes Sesam- Weizen und Roggen Kornspeicher. Beides sind Rezepte aus der Zeitschrift Brot. Beide hatte ich schon auf dem Plan, als ich die Zeitschriften in den Händen gehalten habe und ich bin schon sehr gespannt auf den Geschmack.

Aber was bei uns an einem Backtag auf keinen Fall fehlen darf ( unter der Androhung der Enterbung durch meine Mutter) ist Butterkuchen. Hier in Norddeutschland ist er sehr bekannt und noch mehr geliebt, in Süddeutschland wundersamerweise eher unbekannt. Ich liebe ihn schon seit meiner Kindheit. Meine Oma und auch meine Mama haben ihn oft gebacken.

Einfach machen

Viele haben ja Angst vor Hefeteigen, ähnlich wie die “Knopflochangst” beim Nähen 😉 .  Bei beiden ist es wie mit der Hummel. Die weiß ja bekanntlich auch nicht, dass sie eigentlich nicht fliegen kann, macht es aber einfach. Also gilt für Hefeteige wie für Knopflöcher: Einfach machen!

Da ich an einem Backtag schon ohne Butterkuchen genug zu tun habe, habe ich irgendwann einfach den Teig mit weniger Hefe einen Abend vorher angesetzt und…
… es hat problemlos funktioniert. Daher stammt dieses Rezept:

Für den Teig:

10g Hefe
1/4 l kalte Milch
500g Mehl
100g Zucker
3 Tropfen Bittermandel
eine Prise Salz
50 g Margarine oder Butter

Für den Belag:

Zucker (für eine dicke Schicht, ich habe keine genaue Grammzahl ich schätze mal so 100-150g)
100g gehackte oder gehobelte (mag ich lieber) Mandeln
125g weiche Butter

Die Zutaten für den Teig alle zusammen in die Küchenmaschine und 5 Minuten auf niedriegster und 10 Minuten auf 2. Stufe kneten. Den Teig dann für ca. 12-14 Stunden bei 5°C in den Kühlschrank. Dafür nehme ich eine größere Schüssel, denn auch bei diesen Temperaturen geht der Teig auf.

Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und direkt auf Backblechgröße ausrollen. Den Teig auf dem Backblech, abgedeckt mit einem sauberen Küchenhandtuch, ca. 1-2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Danach drücke ich mit dem Fingerknöchel oder Kochlöffelstiel alle 3-4 cm versetzt Löcher in den Teig und befülle diese mittels 2 Messern mit Butterflocken. Darauf verteile ich die Mandeln und bedecke alles mit einer Schicht Zucker.

Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Backzeit ca. 12 Minuten bis er goldbraun ist.
Manche bestreuen den Kuchen nach dem Backen noch einmal mit Zucker.

Butterkuchen

Für unseren Holzbackofen HABO 4/6 von Häussler verwende ich für das passende Blech das doppelte Rezept und schieße den Kuchen dann auch bei 250°C für ca. 12 Minuten ein.  Wenn die Temperatur schon etwas weiter gesunken ist brauch er halt etwas länger 😉 kein Problem!

Viel Spaß beim Schmackofatzen!

 

 

2 Gedanken zu „Norddeutscher Butterkuchen mit Übernachtgare

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