Wochenendtour ins Backdorf

Einen Beitrag bin ich Euch noch schuldig und auch die Fotos dazu. Wie in dem Post über Lana schon erwähnt hatte Herr FS am letzten Aprilwochenende ein Erprobungsfahrzeug seines Arbeitgebers, um damit einige Kilometer zu fahren. Also ab Richtung Süden… nein nicht Italien… der Plan war eigentlich Heidelberg, aber die Hotels, die ich haben wollte, wollten uns nicht und umgekehrt. Also habe ich im etwas weiteren Umkreis gesucht und somit hat es uns nach Sinsheim verschlagen.

Bild Hotel Bär in Sinsheim
Bei dem Namen Hotel Bär konnte es eigentlich nur nett sein Ein wundervolles altes Fachwerkhaus mit angeschlossenem italienischen Restaurant.

Bei leckerem Abendessen haben wir dann überlegt was wir am nächsten Tag so anstellen. Ein paar Kilometer mussten wir noch mit dem Auto abreißen. Eigentlich war ja angedacht Heidelberg anzusehen, aber irgendwie schoss mir eine Idee durch den Kopf, mit der ich schon zwei Jahre spiele. Wie weit ist eigentlich das Backdorf der Firma Häussler entfernt?

Vor zwei Jahren – ich weiß gar nicht mehr genau wie ich darauf gekommen bin – habe ich mich mal über Holzbacköfen für den Garten schlau gemacht. Seit dem ist das ein Traum und bis heute nicht wieder aus meinem Kopf verschwunden. Bei der Recherche bin ich damals auf die Firma Häussler gestoßen. Ich hatte mir Infomaterial bestellt und mich durchs Internet gelesen. Leider liegt Heiligenkreuztal nicht um die Ecke von Bremen sondern in Oberschwaben…. falsche Richtung und nicht mal eben ein kleiner Ausflug. Aber wenn wir schon mal in Sinsheim sind…. wie weit weg ist das eigentlich noch? Frage an Google: 188km…PASST!

Somit haben wir uns am nächsten Morgen nach dem Frühstück in aller Ruhe auf den Weg gemacht. Else (Navi) berechnete eine  Ankunftszeit von 12.12 Uhr. Ähhhh, wie lange haben die eigentlich offen?…. Frage eines Großstadtkindes: Wieso, haben nicht alle Samstags lange auf?

Nein, natürlich nicht. Aber bis 13 Uhr hätten wir dann ja noch eine 3/4 Stunde, das schaffen wir. Nach dem wir Indoor zügig abgehandelt hatten, waren wir gerade auf dem Weg zur Außenausstellung, als wir von einer netten Dame gefragt wurden, ob sie uns helfen könnte… “Alles ok, wir möchten noch schnell draußen schauen bevor sie schließen.” Aber als sie hörte von wo wir kamen, fanden wir uns dann ganz schnell bei etwas zu trinken und Flammkuchen in einer netten Bauernstube wieder und sie erzählte uns begeistert von den Holzbacköfen. (Wie sich hinterher rausstellte liefen wir der Seniorchefin in die Arme.)

Sie hat uns alles ganz genau erklärt, angefangen beim Selbstbausatz des Ofens über das Heizen bis hin zum Backen selbst. Pizza, Brot, Kuchen, Sonntagsbraten und das alles nacheinander mit einmal einheizen. Das alles hat uns natürlich vom Wunsch, so einen Ofen zu bauen, nicht weiter entfernt 🙂

Bild kleiner HolzbackofenIn der Ausstellung stand natürlich das Modell, das perfekt in unserem Garten aussehen würde. Herr FS macht sich schon ganz gut am Schieber…

Bild Ofenterasse

Hier nochmal ein anderes Beispiel, dem ich auch überhaupt nicht abgeneigt wäre. 😉

Auf unser mehrmaliges Drängen, dass wir die Ausstellung draußen auch noch anschauen wollten, bekamen wir die beruhigende Antwort, dass sie auch noch länger da sein würde und wir uns draußen gerne noch in aller Ruhe umschauen könnten.

Ofen3

Und wie man sieht waren wir die Allerletzten.

Der Besuch hat sich natürlich vollends gelohnt, denn in natura sind sie Holzbacköfen noch viel schöner als auf  Bildern. Jetzt geht es ans sparen. Der Platz im Garten ist natürlich schon reserviert… wer brauch schon einen Teich, wenn man einen Backofen im Garten haben kann?

Kloster

Auf dem Rückweg sind wir dann an einer Mauer mit einem uralten Haus vorbei gefahren… was ist denn das? Die Straße führte durch dieses Tor und kurz danach sah ich eine seitliche Einfahrt und ein Parkplatzschild. Halt-Stop-Zurück, das möcht ich mir anschauen. Eine Klosteranlage aus dem 13. Jhd. heute umgebaut zur Tagungsstätte mit wundervollem Klostergarten. Absolut sehenswert. Auf den riiiiiiiiesigen Dachböden der Scheunen wären wir gerne mal stöbern gegangen. Noch ein kurzes Kaffeetrinken im Klosterrestaurant und dann ging es gemütlich zurück zum Hotel. Beim Abendessen haben wir dann die Kataloge von Häussler gewälzt und schon mal ein bißchen geträumt. Nach dem Frühstück am nächsten Tag ging es dann wieder heim in den Norden.

Seid lieb gegrüßt
Eure Britta

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